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   Rubrik: Wirtschaft und Politik
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Umweltfreundliches Lehrte
Ein genossenschaftliche Photovoltaikanlage für Lehrte
In der Umweltausschusssitzung vom 22. Juni.2010 unter TOP 6 wurde die Möglichkeit einer Gründung einer Genossenschaft zwecks Betreibung von Photovoltaikanlagen vorgestellt. Demnach sollen die öffentlichen Hände Dachflächen zur Installatuon solcher Anlagen zur Verfügung stellen. Private Investoren in Form einer Genossenschaft sollen dann dort obige Anlagen betreiben können.
Die vorgestellt Idee verursachte große Begeisterung und Zustimmung bei der Bürgermeisterin , der Ausschussvorsitzenden und dem Großteil der Ausschussmitglieder.
Das Konzept wurde von dem Sprecher der Bank und dem Leiter der Stadtwerke vorgestellt. Den möglichen Investoren (Genossen) wurde eine mögliche Rendite von 8% in Aussicht gestellt.

Dem Autor dieses Artikels fiel auf , daß keinerlei Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorgestellt wurden. Anscheinend hat die Aussicht auf eine ordentliche Rendite den gesunden Menschenverstand der Anwesenden ausgeschaltet zumindest stark beeinträchtigt. Ähnliches haben wir ja erst kürzlich auf dem Finanzsektor zu unseren Leidwesen erfahren , daß die Beratungen für den Anleger recht unvollkommen waren. Der Nutzen war bekanntlich höchst einseitig.

Ein Versuch einer Wirtschaftlichkeitsberechnung:

Einnahmen:
1 Verkauf des erzeugten Stromes (variabel , da "Erntemenge" wetterabhängig)

Ausgaben:
1 Zins und Tilgung (fix)
2 Pacht für die Dachflächen (variabel)
3 Betriebskosten der Anlage (fix)
4 Instandhaltung und Rücklage dafür (fix)
5 Verwaltungskosten der Genossenschaft (fix)
6 Umsatzsteuer (variabel)
7 Gewerbesteuer (variabel)
8 Eigenkapitalverzinsung (fix)
9 Gewinne (variabel)

Zu 1 Unter allen Umständen ist dieses Modell eine sichere Einnahmequelle für die finanzierende Bank , schließlich haften die Genossen mit ihrem Anteil.
Zu 2 Pacht für die öffentlichen Dachflächen wird vorderhand nicht anfallen ,aber Kosten für die erhöhte Gebäuderversicherungen (Photovoltaikanlagen können ggf. Löscharbeiten bei Bränden behindern oder verhindern) Ein Ratsmitglied berichtete von Dachschäden die bei Sturm oder Starkwind auf so ausgerüsteten Dächern auftreten. Die Beseitigung der eventuellen Schäden ist Sache des Anlagenbetreibers.
Bei Anpachtung von privaten Dachflächen ist die fällig Pacht hinzuzurechnen!
Zu 3 Unter diesen Punkt fallen hauptsächlich Versicherungen und regelmäßige Reinigung sowie Überprüfung der Paneele.
Zu 4 Reparatur und Ersatzteile.
Zu 5 Die Genossenschaft benötigt einen Geschäftsführer , der sie in sämtlichen Belangen nach Außen hin vertritt.
Zu 6 Vater Staat ist dankbares Abnehmer.
Zu 7 Der Stadtkämmerer ist hocherfreut über zusätzliche Einnahmen.
Zu 8 und 9 erträumtes Ziel!

Verfolgt man einschlägige Veröffentlichungen in der Presse und dem Fernsehen ist mit Gewinnen erst nach 15 bis 20 Jahren zu rechnen.
Der Gewinn für die Umwelt ist fraglich , solange die ersparten CO 2 -Kontingente nicht den Stromerzeugern abgezogen werden.Bis zu dem Zeitpunkt wo dieses geschieht ,ist das ehrgeizige Umweltabkommen der Stadt in diesem Punkte Makulatur.

Letztendlich stellt sich die Frage , warum die Stadt mittels ihrer Stadtwerke nicht das ach so "lukrative" Geschäft selber betreibt?
Gewinner sind unzweifelhaft die finanzierende Bank , die Stadt und ggf. die Verpächter der Dachflächen. Im ungünstigsten Fall darf der Genosse Geld nachschießen.
Doch doch ein gewinnträchtige Unternehmung. Bloß für wen?

Autor/Redakteur: Ulrich Gürtler (Damian)
Erstellt am 18.07.2010
7112 mal gelesen.

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