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   Rubrik: Wirtschaft und Politik
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Offener Brief der Gewerkschaft Gesundheitsberufe Hannover (GGB) zum Artikel "“Pfleger soll Patientin missbraucht haben” von Jutta Oerding in der HAZ vom 4.Januar 2008

Medienkampagne gegen Betriebsrat im Klinikum Wahrendorff?

Mit Erstaunen und Kopfschütteln hat die Gewerkschaft Gesundheitsberufe Hannover (GGB Hannover) o.g. Artikel zur Kenntnis nehmen müssen.

Zunächst einmal stellt sich die Frage, warum dieser Artikel jetzt - drei Monate nach dem Urteil! - erscheint, aber suggeriert, als wäre es erst gestern gesprochen worden. Auf wessen Betreiben hin wurde er verfasst? Frau Oerding selbst hat unserer Kenntnis nach den Verhandlungen nicht beigewohnt. Worauf basieren ihre Angaben? Offenbar ausnahmslos auf den Äußerungen der Geschäftsleitung des Klinikum Wahrendorffs. Anders sind diese durchweg desinformierenden Darstellungen nicht zu verstehen. Wie unsere Nachfrage beim Betriebsrat des Klinikums ergab, wurde das Gremium von Frau Oerding erst gar nicht zur Sache gehört. Hat die Geschäftsleitung also mit diesem Artikel von Frau Oerding nur Gelegenheit erhalten sollen, ihre Anschuldigungen, mit denen sie vorm Landgericht auf ganzer Linie gescheitert war, die ausnahmslos zurückgewiesen wurden, nochmal zu wiederholen? Es scheint so! Unserer Ansicht nach ist das unseriös, handelt es sich hier um das, was landläufig unter unsauberem Journalismus verstanden wird! Auf jeden Fall wurde die journalistische Sorgfaltspflicht von Frau Oerding verletzt! Bisher sind wir fest davon ausgegangen, dass es sich bei der HAZ um eine unabhängige Zeitung und keine Tendenzzeitung handelt. Von daher erwarten wir eigentlich Konsequenzen, etwa in Form einer Gegendarstellung/Richtigstellung und/oder personeller Art.

Was der Artikel komplett ausblendet, ist der Kontext, in dem auch dieses Verfahren steht. Es handelte sich hierbei um das zehnte Sonderkündigungsverfahren, dass die Geschäftsleitung gegen kämpferische Mitglieder des amtierenden Betriebsrats in schlagartier Abfolge anstrengte. Sämtliche verhandelten Fälle gingen vor Gericht zugunsten der Betriebsrats-Mitglieder aus! Schon in einem vorhergehenden Verfahren gegen ein anderes Betriebsratsmitglied, das ebenfalls der kämpferischen ver.di-Liste angehört, hatte ein ehemaliger Personalleiter Aussagen vor Gericht gemacht, die den Verdacht begründeten, dass Kündigungsgründe konstruiert worden sein könnten. Aus diesem Grunde hatte die GGB Hannover am 26.Juli 2007 Strafanzeige und Strafantrag gegen die Geschäftsleitung und ihre Anwälte gestellt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover dauern dazu noch an.

Leider hat Frau Oerding, die seit Jahren, leider sehr selektiv, über die Geschehnisse in und um das Klinikum Wahrendorff berichtet, über all die Niederlagen, die die Klinikgeschäftsleitung vor den Gerichten in Sachen der Betriebsrats-Mitglieder einstecken musste, nichts in der HAZ gebracht. Man gewinnt dadurch seit längerer Zeit den Eindruck, Frau Oerding liefere in der HAZ nur Berichte ab, wenn es gilt, der Geschäftsleitung zur Seite zu springen, wie etwa mit ihrem Artikel vom 16.August 2007, der offensichtlich erklären sollte, wie es über Monate zu schwersten Misshandlungen von Patientinnen und Patienten durch einen Stationsleiter kommen konnte, ohne dass das jemand bemerkt haben will und warum so spät reagiert wurde. Wir halten die Verletzung journalistischer Sorgfaltspflichten durch Frau Oerding für unerträglich!
Das Ansehen der HAZ kann nur Schaden nehmen, wenn sich durch diese Art von Recherche der Eindruck bei den Leserinnen und Lesern festsetzt, dass sie doch nicht so unabhängig zu sein scheint.

Unabhängig davon stellt sich für uns die Frage, ob Frau Oerding bewusst ist, welche Auswirkungen diese Form der Berichterstattung für den betroffenen Kollegen hat, der gerade vom Landgericht rehabilitiert wurde: soziale und berufliche Ächtung! Die HAZ ist die Tageszeitung in und um Hannover, also meinungsbildend. Das ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Verantwortung!


Mit gewerkschaftlichen Grüßen,

i.A.Frank Matz
Gewerkschaftssekretär
GGB Hannover
Hannover, 23.01.2008




Gewerkschaft Gesundheitsberufe (GGB)
c/o FAU Lokalföderation Hannover
PF 20 43
30020 Hannover

E-Mail: ggb-hannover@fau.org
web: www.fau.org/ortsgruppen/hannover/gs


Verantwortlich für diesen Artikel: FM (siehe Autorenliste)
geschrieben am 25.01.2008

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Letzte Aktualisierung: 4.3.2009
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