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   Rubrik: Wirtschaft und Politik
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Gartenregion 2009 in Lehrte

Taschenspielertricks

In der kontrovers geführten Diskussion zum Thema "Gartenregion 2009" zwischen dem Leiter des Grünplanungs-und Umweltamt V.Kemmling (pro) und dem Bürgervertreter U.Gürtler (kontra) wurden den Bürgern in der sehr knapp bemessenen Zeit eine große Anzahl von Fakten und Zahlen zugemutet.
Die Grundlage zu dieser Diskussion bildete die Ratsvorlage 040/2007 Lehrte.
Lt. dieser Ratsvorlage sollten die geplanten Aktionen ca. 100.000€ zuzüglich 12.000€ Planungskosten benötigen. Vorstellender war Herr Kemmling.Begründet wurde diese Tennisplatzverlagerung mit der Lärmstörung der Anlieger und des zu schmalen Weges von 8 m.
Zunächst die meisten Anlieger sind oder waren Mitglieder des Tennisclubs "Rot-"Gold".Höchst unwahrscheinlich , daß sie sich nach 40 Jahren gestört fühlen.Außerdem bringt eine Verlagerung von ca.50m in Sachen Lärmverminderung wenig.Weiterhin ist der Weg nur eine kurze Strecke 8m breit,dann erweitert er sich auf bis zu 20m.
Diese Begründungen sind schlichtweg absurd und reine Augenwischerei.
Der Pro-Vertreter mußte schon während der Diskussion eingestehen , daß die Kosten für den angesprochenen Komplex nicht bei 100.000€ sondern eher an die 200.000€ herangehen.

Der Kontra-Vertreter rechnete vor:
Planungskosten (Stadt) 12.000€
Neugestaltung 3Plätze (DTB) 90.000€
Rückbau 4Plätze (DTB) 30.000€
Ausbau Weg (Stadt) 50.000€
Parkplätze (Stadt) 50.000€
Planungsreserve 30.000€
-----------------------------------------
Summe : 262.000€
zzgl.MWST 49.780€
_________________________________________
Endergebnis: 311.780€
========================================
In Klammern die Referenz: DTB =Deutscher Tennisbund.
Der ganze Komplex beläuft sich auf voraussichtlich 311.780€ und nicht wie die Verwaltung behauptet auf 162.000€.
Die Glaubwürdigkeit der Stadtverwaltung ist damit stark erschüttert , zumal die Rechentricks leicht durchschaubar waren.
Untermauert werden die Ungereimtheiten durch nachstehende Informationen.(Quelle: Ratsinformationssystem der Stadt Lehrte)



Auszug aus der Niederschrift
der Sitzung des Gremiums Ausschuss für Umweltschutz und Landschaftspflege am
24.04.2007 in Lehrte
- 5. Sitzung -
Tagesordnungspunkt 9 : 040/2007

In einer anschließenden Diskussion macht Ratsherr Ahrens für die SPD deutlich, dass
das vorgestellte Konzept grundsätzlich gut und zukunftsweisend sei, über die vorgestellten
Maßnahmen jedoch so nicht entschieden werden könne, da sie teilweise sehr kostenintensiv
seien. Insbesondere erscheint die Verlegung der Tennisplätze zur Zeit nicht notwendig,
auch die vorgeschlagene Wohnbebauung erscheint zum jetzigen Zeitpunkt nicht
wirtschaftlich zu sein und wird deshalb abgelehnt

Ratsherr Bethmann hält das vorgestellte Konzept ebenso für sehr gelungen, macht aber
deutlich, dass eine Verlegung der Tennisplätze schwer zu vermitteln sei, da diese sich
noch in einem guten Zustand befinden. Eine Verlegung der Tennisplätze sollte erst erfolgen,
wenn diese abgängig sind.

Ratsherr Gruhl teilt mit, dass das Baugebiet nicht unumstritten ist. Die Verlegung der
Tennisplätze sei schwer vermittelbar, da diese nach seinem subjektiven Empfinden noch
in einem guten Zustand sind. Ansonsten findet auch er das vorgestellte Konzept gut

Dipl.-Ing. Kemmling betont, dass die Verlegung der Tennisplätze auch aus Lärmschutzgründen
sinnvoll wäre. Weiterhin sei es sehr wichtig die einzelnen Stadtparkteile miteinander
zu verbinden. Er informiert die Ausschussmitglieder, dass bei der Region Hannover
und EFRE Fördermittel beantragt worden sind. Die Region hat in Aussicht gestellt die Planungskosten für die Verlegung der Tennisplätze zu übernehmen. Fördermittel wurden im
Haushalt der Region eingestellt. Über die genaue Ausschüttung muss die Region noch
entscheiden.

Einstimmig empfiehlt der Ausschuss dem Rat folgenden geänderten Beschluss:
Der Rat der Stadt Lehrte beschließt die Erweiterung / die Umgestaltung des Sport- und
Freizeitparks Lehrte gemäß den vorgestellten Planungen. Die Verwaltung wird beauftragt
a) die Planungen für die Umgestaltung der Anlage des Tennisclub „Rot-Gold“ unter dem
Vorbehalt der Bereitstellung von Fördermitteln vorzunehmen,
b) nördlich der Tennisanlage durch Wegebau und gestalterische Maßnahmen die bislang
getrennten Teile des Stadtparks zusammenzuführen – der Wegebau wird über das
ehemalige Kleingartengelände fortgeführt,

Es ist schon äußerst originell aus Lärmschutzgründen die Tennisplätze zu verlegen , um später an den neue Plätzen ein Wohngebiet zu installieren!
Ich bin gespannt ob der Rat der Stadt sich für dieses Prestigeobjekt aufs Kreuz legen läßt .
Mein Eindruck ist , hier hat die Verwaltung unseriös und unsolide gearbeitet

Verantwortlich für diesen Artikel: Damian (siehe Autorenliste)
geschrieben am 28.07.2007

Dieser Artikel wurde 3968 mal gelesen.


Kommentare

  • Taschenspielertricks - Kommentator Sonntag, 29. Juli 2007, 13:25 (0)

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  • Letzte Aktualisierung: 4.3.2009
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