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   Rubrik: Kultur und Freizeit
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Ausstellung vom 27. Februar bis 22. Mai im Stadtmuseum Burgdorf:
„Faszination 20er Jahre — Leben in der Weimarer Republik“


Marktstraße in den 1920er Jahren mit St. Pankratius-Kirche

Bis heute üben die 1920er Jahre auf uns eine anhaltende Faszination aus. Doch was prägte sie jenseits von Mode und Wirtschaftskrise und welche dunklen Seiten hatte die das Jahrzehnt prägende Weimarer Republik? Wie war es möglich, dass das erste demokratische Experiment auf deutschem Boden komplett scheiterte? Spannende Antworten gibt die neue Ausstellung „Faszination 20er Jahre – Leben in der Weimarer Republik“, die das Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) vom Sonntag, 27. Februar, bis Sonntag, 22. Mai, zeigt. Der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf präsentieren die Schau als Gemeinschaftsprojekt mit dem Historischen Museum Hannover (HMH) im Rahmen von dessen neuer Veranstaltungsreihe „Geschichte unterwegs“. Für die Zusammenstellung verantwortlich sind Dr. Eva Catherina Heesen und Dr. Andreas Fahl (HMH) sowie Horst Regenthal (VVV-Arbeitskreis Stadtmuseum). Fördernde Unterstützung leisteten die Region Hannover und die Stadtsparkasse Burgdorf. Die Schau ist bei freiem Eintritt sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Ein Jahrzehnt der Gegensätze

Die 1920er Jahre waren ein Jahrzehnt der Gegensätze: Die Auswirkungen des Versailler Friedensvertrages nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, das instabile politische Gefüge der neugegründeten Weimarer Republik, prekäre Wohnverhältnisse der unterprivilegierten Bevölkerungsschichten, Inflation, die spätere Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit standen dem rasanten technischen Fortschritt und einer neuen Ära der Unterhaltungskultur mit ihrer Sucht nach schillerndem Glamour gegenüber. Kino, Tanz (legendär: der Charleston), Varieté und Mode erlebten in der Weimarer Republik einen wahren Boom und halfen den leidgeplagten Menschen, die schrecklichen Erlebnisse des ersten weltumspannenden Krieges aus dem Gedächtnis zu verbannen. Niemand konnte vorherahnen, dass dies ein "Tanz auf dem Vulkan" war, wie sich vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung herausstellen sollte, die 1933 zum tragischen Ende der kurzlebigen Weimarer Republik führte und in der faschistischen Diktatur endete.

Ein umfassendes Zeitbild

Die Ausstellungsgestalter entwerfen ein umfassendes Zeitbild der 1920er Jahre in Deutschland, das sich aus Politik und Gesellschaft, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Architektur, Kunst, Musik, Theater, Literatur sowie dem Alltag in seinen zeitbedingten Erscheinungsformen zusammensetzt. Zudem richtet sich der Fokus auf die 1920er Jahre in Burgdorf, die kommunalpolitisch durch die letzten sechs Amtsjahre des verdienstvollen Bürgermeisters Heinrich Schuster geprägt waren. Er übernahm sein Amt 1889 und ging am 30. September 1926 nach 37-jähriger Amtszeit in den Ruhestand. In dieser Zeit hatte er u.a. den Bau eines städtischen Elektrizitätswerks und etliche nachhaltige Modernierungsmaßnahmen zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur eingeleitet. Neben vielen informativen Schautafeln lenken zahlreiche interessante zeitgeschichtliche Exponate mit Hannoverschem, Burgdorfer und nationalem Bezug die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Hervorzuheben sind ein Opel Laubfrosch aus dem Jahr 1925, eine Arbeiterküche und ein bürgerliches Wohnzimmer, Radioapparate, Inflationsgeld und Original-Fotografien und –Plakate aus der damaligen Zeit.

Attraktives Beiprogramm für Erwachsene, Kinder und Familien

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches, vom Historischen Museum organisiertes Beiprogramm für Erwachsene, Kinder und Familien. Interessierte können sich unter buchungen.hmh@hannover-stadt.de oder der Telefonnummer 0511 – 16843945 anmelden. Zu den Angeboten für Erwachsene gehören Öffentliche Führungen (6. März, 3. April und 8. Mai, 14.00 Uhr, oder nach Vereinbarung) und Literarische Führungen zu den 20er Jahren (20.und 27. März, 24. April, 14.00 Uhr). Für Horte gibt es ein Osterferienprogramm mit Mitmachaktionen zum Thema „Leben vor 100 Jahren“ (4., 5., 12. und 13. April). Ein Familienangebot am Sonntag (6. März, 3. April und 8. Mai), bei dem es u.a. um Wundertrommel, Floh-Spiele und Knochenschüttler geht, lädt zu einem Streifzug durch die 20er Jahre ein. Weitere Mitmachaktionen für Kinder finden im Rahmen der Verkaufsoffenen Sonntage am 13. März und 15. Mai (ab 14 Uhr), des VVV-JuniorClubTages am 21. April und 12. Mai (jeweils um 16 Uhr) sowie zu den City-Samstagen (16. April und 21. Mai, 11-13 Uhr) statt. Für die JuniorClub-Tage ist eine Anmeldung bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Str. 2, Tel. 05136 – 1862, erforderlich.

Eine Übersicht über alle Veranstaltungen gibt ein Begleitflyer, der zu den Öffnungszeiten im Stadtmuseum erhältlich oder auf der Internetseite www.vvvburgdorf.de abrufbar ist. Weitere Führungen sind nach Vereinbarung möglich. Dafür stehen die genannten Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung. Für den Museumsbesuch gelten die aktuellen Hygieneregeln.

Autor/Redakteur: Burkhard Wolters (Bw)
Homepage: http://www.vvvburgdorf.de
Bilder: VVV Burgdorf
Erstellt am 02.03.2022
550 mal gelesen.
Veranstalter: VVV, Historisches Museum Hannover, Förderverein Stadtmuseum und Stadt Burgdorf
Adresse: Stadtmuseum, Schmiedestr. 6, 31303 Burgdorf

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