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   Rubrik: Kultur und Freizeit
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„Vom Umgang mit Helden und Opfern“/Am 13. November:
Stadtmarketing Burgdorf lädt zu Denkmalsrundgang ein


Stadtmarketing Burgdorf e.V. (SMB) setzt sein Herbstprogramm im Themenjahr „Burgdorf schreibt Geschichte“ am Volkstrauertag, 13. November, mit der Führung „Vom Umgang mit Helden und Opfern“ fort. Stadtführerin Andrea Mücher begibt sich mit ihren Begleitern auf einen Rundgang zu den städtischen Denkmälern. In seinem Verlauf stellt sie die Entstehungshintergründe dieser Monumente gegen das Vergessen vor und ordnet sie in das jeweilige gesellschaftsgeschichtliche Umfeld ein. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Völkerschlachtdenkmal Vor dem Celler Tor. Teilnehmerkarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 - 1862.

Der denkmalgeschichtliche Rundgang führt zur St. Pankratius-Kirche, in deren Umkreis sich einige große Denkmäler zur Ehrung der Kriegsopfer befunden haben. Davon erhalten geblieben ist nur das Gefallenen-Denkmal am Haupteingang der Kirche. Sein Schöpfer ist der bekannte Burgdorfer Bildhauer Georg Hildebrandt. Von dort führt der Weg in den Stadtpark, in dem an mehreren Stellen Mahnmale zu finden sind, die an die Weltkriegstoten erinnern. Nach einem Abstecher zum Rathaus I schließt die Tour an der KulturWerkStadt. In ihren Räumlichkeiten hatte von 1811 bis 1934 eine jüdische Synagoge ihr Domizil.

Bis zum Zweiten Weltkrieg erfüllten Denkmäler in erster Linie die symbolträchtige Funktion, an siegreich gewonnene Schlachten zu erinnern und die Tapferkeit der für ihr Vaterland gefallenen Soldaten hervorzuheben. Hinter dieser Form des gemeinsamen Erinnerns stand weniger die Absicht, der Trauer um die Opfer dieser Kriege eine würdige kollektive Form zu verleihen. Vorrangiges Ziel des Denkmalsbaus an markanten historischen Plätzen war es, das Nationalbewusstsein des Betrachters zu schärfen und seinen Kampfgeist für künftige kriegerische Auseinandersetzungen zu wecken.

Die tragischen Erfahrungen beider Weltkriege mit Millionen sinnlos gestorbener Menschen führte zu einem grundlegenden Wandel in der Bestimmungsfunktion von Denkmälern. Das gemeinsame Bekenntnis zu Frieden und Freiheit und die mahnende Botschaft an künftige Generationen standen jetzt im Vordergrund. Die Lüge vom ewigen heroischen Schicksalskampf des deutschen Volks sollte für alle Zeiten als mörderisches Truggebilde entlarvt werden. Die seit den 1950er Jahren entstehenden Denkmäler und Gedenkstätten im Stadtpark entstanden unter diesem neuen Gesellschaftsverständnis.


Autor/Redakteur: Burkhard Wolters (Bw)
Bilder: ( privat)
Erstellt am 25.10.2011
4038 mal gelesen.
Adresse: Vor dem Celler Tor, 31303 Burgdorf

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