Sehnde: Kabel legt Schiffsverkehr lahm Vom Boot aus werden Leinen befestigt, um die Kabel abschnittsweise hochziehen zu können.
jk. Dass sich der Verkehr während der CeBit auch auf dem Mittellandkanal stauen kann, zeigte sich gestern nachmittag in Sehnde. Entlang der Kanalbrücke am sogenannten "Ottermanns-Schnellweg" sind zwei Lichtwellenleiter-Kabel (LWL-Kabel) in einem Kunststoffrohr vom einen Ufer zum Anderen verlegt. Aus bislang ungeklärter Ursache fiel dieses Rohr mit den Kabeln von der Brücke und hing über der gesamten Kanalbreite bis ins Wasser herunter. Ein in Richtung Westen fahrender Binnenschiffer erkannte das Hindernis gerade noch rechtzeitig und konnte sein Schiff in Höhe der alten Kalihalde zum Stehen bringen. Der von diesem Binnenschiffer alarmierte Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion nahm den Schaden in Augenschein und forderte die Feuerwehr an.
Um 16.10 Uhr wurde dann die Ortsfeuerwehr Sehnde alarmiert. Während drei Fahrzeuge die Einsatzstelle direkt anfuhren, wurde das Boot mit dem LKW zum Yachthafen Sehnde gebracht und dort zu Wasser gelassen. Vom Boot aus wurden dann Leinen an dem Rohr befestigt, mit deren Hilfe die Kameraden auf der Brücke das Rohr abschnittsweise nach oben zogen, wo Mitarbeiter einer ebenfalls alarmierten Firma das Rohr provisorisch am Geländer sicherten. Nachdem der Kanal um 17.15 Uhr wieder auf seiner vollen Breite befahrbar war, wurde er für die Schifffahrt wieder freigegeben und die mittlerweile sieben Schiffe, die beiderseits der Brücke "im Stau standen" konnten ihren Weg fortsetzen. Auch die 16 Angehörigen der Ortsfeuerwehr Sehnde, die mit vier Fahrzeugen und dem Boot im Einsatz waren, konnten wieder einrücken.
Bilder: J. Köpfer
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