Kasperletheater
Autoritätsverlust des Rates
In dem Artikel beklagt ein Fraktionsvorsitzender den Autoritätsverlust des Rates durch die von einer Bürgerinitiative gestartete Unterschriftensammlung.
Ich glaube hier wird Ursache und Wirkung verkannt. Schließlich hat der Rat bzw. Teile des Rates kräftige Vorarbeit geleistet.

Folgende Beispiele seien herangezogen:
Unsere Bürgermeisterin hält einen Prüfbericht monatelang zurück , obgleich er in der nachfolgenden Sitzung nach Erhalt dem Rat bekannt gegeben werden muß. Sie führte den Rat wie einen Tanzbären am Nasenring vor. Die Reaktion war für den Bürger verblüffend: Eine Fraktion wollte dieses nicht zur Kenntniss nehmen und die andere verdrehte die Tatsachen , obwohl der Fraktionsführer -selber ein hoher Landesbeamter- die Spielregeln hätte besser kennen müssen.
Weiter die Geschichte mit der Mensa. Eine Elterninitiative und somit die Mehrheit der Betroffenen spricht sich aus guten Gründen für einen geeigneten Standort aus. Der sonst vielzitierte Elternwille (SPD und Grüne) wird in einem makabren Schauspiel ignoriert und die Elternschaft somit auch die Bürger düpiert.
Letztendlich der Obi-Markt. Da sprechen sich die beiden großen Parteien vor der Kommunalwahl 2006 gegen einen Baumarkt auf dem so genannten C-Gelände aus. Als es dann in der Ratssitzung zum Schwur kommt , kippen unsere Politiker reihenweise um.

Schlichtweg ein toller Umgang mit seinen Bürgern in deren Auftrag man die Geschicke der Stadt leiten soll.

So verspielt man Glaubwürdigkeit , Reputation und Autorität bei dem Bürger und der Rat verkommt zu einem Kasperletheater , was die letzten redlichen Ratsmitglieder nicht verdient haben.

Verantwortlich: Ulrich Gürtler (Damian)
Erstellt: 12.08.2009
8551 mal gelesen.
<< Zurück zum Artikel
   © 1998-2019 Altkreis Nachrichten