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   Rubrik: Kultur und Freizeit
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Neues Buch von Dieter Heun und Heidi Rust:
„Von Aaron bis Zukale - Burgdorfer Familiennamen aus den Jahren 1200 bis 1900“


Dieter Heun und Heidi Rust bei der Recherche zu ihrem neuen Buch im Kirchenbüro der St. Pankratius-Gemeinde

Zu Unrecht in Vergessenheit geratene Kapitel der Burgdorfer Geschichte zu rekonstruieren und für die Leserschaft in informativen Darstellungen zu rekapitulieren: So lautet die Zielsetzung, die die beiden Hobby-Historiker Dieter Heun und Heidi Rust in ihren gemeinsam verfassten Büchern verfolgen und bisher erfolgreich umgesetzt haben. Jetzt ist bereits das achte Werk des Autorenduos erschienen. Für dessen Herausgabe zeichnet erneut der Förderverein Stadtmuseum Burgdorf verantwortlich. Die 124 Seiten umfassende Publikation trägt den Titel „Von Aaron bis Zukale - Burgdorfer Familiennamen aus den Jahren 1200 bis 1900“. Die Broschüre ist zum Preis von 7,00 Euro bei Bleich Drucken und Stempeln (Braunschweiger Str. 2, Mitglieder des VVV und des Fördervereins Stadtmuseum Burgdorf (nur hier: 6,00 Euro), Buchhandlung FreyRaum (Marktstraße 54) und Wegeners Buchhandlung (Marktstraße 65) sowie im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) und in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) zu den gewohnten Öffnungszeiten erhältlich.

Mehr als 70.000 Eintragungen

Für ihre Dokumentation zum Nachschlagen sind die Verfasser der Frage nachgegangen, welche Familiennamen es in Burgdorf jemals gegeben hat und für welchen Zeitabschnitt der jeweilige Name in unserer Stadt vorhanden war. Dazu haben sie mehr als 70.000 Eintragungen in den Kirchenbüchern der St. Pankratius-Kirche, im Landesarchiv Niedersachsen und im Stadtarchiv Burgdorf ausgewertet. Das Ergebnis ihrer Nachforschungen: Seit der Entstehung der Stadt hat es in Burgdorf bis zum Jahr 1900 insgesamt rund 5.000 Familiennamen gegeben. Um diese Informationen besser einordnen zu können, klären die Autoren im Vorfeld darüber auf, dass sich Familiennamen erst nach dem Hoch- und Spätmittelalter schrittweise einbürgerten und sich zunächst u.a. an den Berufs- und Amtsbezeichnungen, dem Vornamen des Vaters oder der geografischen Herkunft orientierten. Die festgestellten Familiennamen sind alphabetisch sortiert, beginnen bei „Aaron“ und enden bei „Zukale“. Eine Übersicht veranschaulicht, wann die jeweiligen Namen in Burgdorf vertreten waren. Die Verfasser stellen die allerersten neun Burgdorfer Familien namentlich vor und beschreiben den Standort der von ihnen um 1250 bewohnten Anwesen. Sieben dieser Familiennamen gibt es noch heute in Burgdorf.

Die Geschichten hinter den Namen

Darüber hinaus sind Dieter Heun und Heidi Rust für die Jahre von 1718 bis 1830 der Frage nachgegangen, woher die Personen stammten, die aus dem heutigen Deutschland und dem Ausland nach Burgdorf umgezogen sind und was sie dazu veranlasste. Die Broschüre verrät den Lesern ebenso, welche Vornamen bei den Burgdorfer Eltern in früheren Zeiten bevorzugte Verwendung fanden. So hieß beispielsweise 1687 jeder vierte Mann in Burgdorf mit Vornamen „Hans“. Während dieser Name bei Männern mittleren Alters heute immer noch gebräuchlich ist, dürfte das bei so ungewöhnlichen Namensbildungen wie „Thidericus“, „Wasmod“ oder „Wuneke“ kaum der Fall sein, auf die die Verfasser bei ihren Nachforschungen ebenfalls gestoßen sind. Eine Gegenüberstellung der Berufe in drei Jahrhunderten wirft einen Blick auf das wirtschaftliche und soziale Leben in der Stadt Burgdorf. Ein weiterer Abschnitt befasst sich mit den ausländischen (insbesondere französischen) Einflüssen auf die Burgdorfer Familiennamen. Und der Teil „Kuriose Namen“, dessen Bandbreite vom „Rosstäuscher“ bis zum „Strickstrack“ reicht, lädt zum Schmunzeln ein.

Ausstellung in der Stadtbücherei

Ob und in welchem Zeitraum ihr Familienname in den Jahrhunderten Burgdorfer Geschichte zu finden war, können Interessierte auch in der Stadtbücherei feststellen. Im Rahmen einer kleinen Ausstellung ist dort die Namensbroschüre einsehbar und die Suche nach bestimmten Namen mit Hilfe eines Computers möglich. Außerdem können die Besucher in der Stadtbücherei anhand eines um das Jahr 1700 beginnenden und 123 Personen umfassenden Stammbaums beispielhaft die Verbreitung eines Burgdorfer Familiennamens nachvollziehen. Der auf seiner Wanderung um 1785 nach Burgdorf gekommene Färbergeselle Johann von der Wettern begründete mit seiner Heirat in Burgdorf eine Namensdynastie. Zwei seiner Burgdorfer Enkelkinder brachten um 1860 als Auswanderer den Namen „von der Wettern“ nach Amerika, wo er heute noch zu finden ist.

Die Ausstellung in der Stadtbücherei beginnt am Montag, 2. Juli 2018, und ist bis in das Jahr 2019 zu den bekannten Öffnungszeiten der Bücherei zu sehen. Die Eröffnung findet am 2. Juli um 12.00 Uhr statt.

Autor/Redakteur: Burkhard Wolters (Bw)
Bilder: Privat
Erstellt am 25.06.2018
76 mal gelesen.
Veranstalter: Förderverein Stadtmuseum Burgdorf

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Burkhard Wolters
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