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   Rubrik: Kultur und Freizeit
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Doppel-Ausstellung im Stadtmuseum vom 28. März bis 26. April:
„Vom Stadionsaal zum StadtHaus“ und „Burgdorfer Häuser und Geschichten“
Der Stadionsaal im Jahr 1952 (Bild: Archiv der Stadt Burgdorf)Die TSV-Boxstaffel gehörte zu den ersten Nutzern des StadionsaalsDas Serviceteam der Pächterfamilie KahmannDer Eingangsbereich der Gaststätte am Stadion 1952 (Bild: Archiv der Stadt Burgdorf)Der Männergesangverein Burgdorf feiert 1958 sein 110-jähriges Bestehen im StadionsaalDie Stadiongaststätte im Jahr 1970 (Bild: Archiv der Stadt Burgdorf)Der Stadionsaal vor seinem Abriss im Jahr 1987 (Bild: Archiv der Stadt Burgdorf)
Im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) sind ab Sonnabend, 28. März, zwei neue stadtgeschichtliche Ausstellungen zu sehen. Stadtmarketing Burgdorf (SMB), der VVV, die Stadt Burgdorf und der Förderverein Stadtmuseum präsentieren bis zum 26. April „Vom Stadionsaal zum StadtHaus“ (Erdgeschoss) und den 7. Teil der Reihe „Burgdorfer Häuser und Geschichten“ (1. Stock). Fördernde Unterstützung leisten die Stadtsparkasse Burgdorf und die Stadtwerke Burgdorf GmbH. Zum Projektteam gehören Christel Hoffmann-Pilgrim, Anke Gehrke, Gerhard Bleich, Kristine Bäuerle, Jürgen Mollenhauer und Burkhard Wolters. Ein Ausstellungsführer ist im Stadtmuseum erhältlich. Rüdiger Funke, Vorsitzender des Stadtmarketing Burgdorf e.V. (SMB), eröffnet die Ausstellungen am 28. März um 11.00 Uhr im Stadtmuseum. Die Einführung übernimmt Bürgermeister Alfred Baxmann.

In der Doppel-Ausstellung geht es darum, die Geschichte ausgewählter Burgdorfer Häuser lebendig nachzuzeichnen und das Augenmerk auf das reichhaltige Erbe städtischer Baukultur zu richten. Als größtem Festsaal in der Stadt ist dem ehemaligen Stadionsaal (nun StadtHaus) eine Sonderausstellung gewidmet. Neben Hintergrundberichten und Abbildungen der architektonischen Zeitzeugen aus alter und neuer Zeit sind Erinnerungsstücke zu sehen, die eine Beziehung zu den Gebäuden oder ihren Bewohnern haben. Zahlreiche informative Schautafeln lassen die Geschichte des Stadionsaals, seines Nachfolgerbaus und der anderen vorgestellten Gebäude Revue passieren. Zeitzeugen berichten über bedeutende Erlebnisse, die sie mit dem Stadionsaal verbinden. So erzählt Bürgermeister Alfred Baxmann, dass ihn sein Vater als Kind zu Boxkämpfen mitnahm, die sich Ende der 1950er Jahre dort abspielten. Im Fokus stehen auch berühmte Gäste, deren Visite einst die Besucherscharen in den Festsaal lockte. Wissenswerte Bezüge zu damaligen Burgdorfer und weltweiten zeitgeschichtlichen Ereignissen komplettieren das Ausstellungsgeschehen.

Zentraler Festsaal in der Stadt

Der am 17. Januar 1953 an der Sorgenser Straße eröffnete Stadionsaal fungierte über dreieinhalb Jahrzehnte lang als zentraler Anlaufpunkt für alle größeren Veranstaltungen in der Stadt. Eigentümer war die Stadt Burgdorf, die die Räumlichkeiten im Lauf der Jahre wechselnden Pächtern übergab und dies auch beim Nachfolgerbau so praktizierte. Bis 1959 führte das Pächterehepaar Gerda und Fritz Regelin den Stadionsaal. Ab dem 1. Januar 1959 stand die Einrichtung unter der Leitung von Anni und Manfred Kahmann, die sich nach 25-jähriger Wirkungszeit 1984 in den Ruhestand zurückzogen und das Zepter an die neue Pächterin Ursula Iffland übergaben.

Zahllose Veranstaltungen

Die Bandbreite der Veranstaltungen, die sich im Stadionsaal abspielten, ist beeindruckend. So gab es Boxkämpfe mit 800 Zuschauern, schon seit 1953 Aufführungen der Landesbühne Hannover, Feste, Feiern und Bälle aller Burgdorfer Vereine, darunter die beliebten Winterschützenfeste und TSV-Bälle, Chor-, Jazz- und Pop-Konzerte, aus denen der bejubelte Auftritt der Rockband „The Lords“ am 6. Juni 1966 Jahr herausragte, Tagungen, Versammlungen, Operettenabende und Wahlkampfveranstaltungen, u.a. mit dem damaligen Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Strauß, Willy Brandt und Herbert Wehner. Die angeschlossene Stadiongaststätte fungierte seit den 1950er Jahren auch als Vereinslokal der TSV-Fußballabteilung. Der am 29. April 1987 von der Stadt erteilte Auftrag zum Abriss des in die Jahre gekommenen, maroden Stadionsaals besiegelte das Schicksal des einstmals beliebten Anziehungspunktes für Festivitäten aller Art.

StadtHaus tritt Erbe des Stadionsaals an

Sein Erbe traten im September 1989 das „Restaurant am Stadion – Burgdorfer Festsäle“, das 1999 den neuen Namen „Veranstaltungszentrum Burgdorf“ erhielt. Mit dessen Führung betraute die Stadt als Eigentümerin mehrfach wechselnde Pächter. In diesem Jahr folgte ein entscheidender Einschnitt. Das alte Veranstaltungszentrum gehört nunmehr der Vergangenheit an. Die neu gegründete gemeinnützige StadtHaus gGmbH führt die Einrichtung an der Sorgenser Straße unter dem Namen „StadtHaus Burgdorf“ weiter.

Ältestes Haus der Stadt

Im Mittelpunkt der „Burgdorfer Häuser und Geschichten“ stehen folgende Bauten: Marktstraße 16 (ehemals Haus Sannemann, heute Redaktions- und Verwaltungsgebäude des Anzeigers - HAZ/NP - und des Marktspiegels), Marktstraße 53 (Drogerie Buss, jetzt Parfümerie HC-Aurel), Salzstraße 12 (Haus Giere, Dachtmissen), Sprengelstraße 5 (Lampen Hus, Schillerslage), Neue Torstraße 5 (Haus Dehne) und Kleine Bahnhofstraße 9 (ältestes Burgdorfer Haus).

Das Stadtmuseum ist sonnabends und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Führungen können auch an Terminen innerhalb der Woche vereinbart werden. Als Ansprechpartner steht Stadtmarketing- und VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich zur Verfügung (Tel. 05136 – 1862).

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Der Männerges...

Die Stadionga...

Der Stadionsa...

Autor/Redakteur: Burkhard Wolters (Bw)
Homepage: http://www.vvvburgdorf.de
Bilder: VVV Burgdorf und Archiv der Stadt Burgdorf
Erstellt am 17.03.2015
3304 mal gelesen.
Veranstalter: VVV, Stadtmarketing Burgdorf, Stadt Burgdorf und Förderverein Stadtmuseum
Adresse: Stadtmuseum, Schmiedestraße 6, 31303 Burgdorf

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Burkhard Wolters
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