VHS Hannover und das Klinikum Wahrendorff kooperieren
Für die seelische Gesundheit: Prävention durch Information


Prof. Dr. Marc Ziegenbein fördert und verbreitet gemeinsam mit der VHS Hannover Wis-sen über psychische Erkrankungen.Klinikum Wahrendorff_Bargiel_Steeg

Hannover/Sehnde, 30. Oktober 2020
Die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) und das Klinikum Wahrendorff widmen sich in einer neuen Kooperation dem Thema „Seelische Gesundheit“. Gemeinsam werden die VHS und das Klinikum die jeweils vorhandenen Kompetenzen und Potenziale einsetzen, um attraktive bürgernahe Bildungsinhalte zur seelischen Gesundheit anzubieten. Erfahrene Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen sowie Ärzt*innen des Klinikums stehen zukünftig als Referent*innen in einzelnen Kursen, Vorträgen oder einer Reihe zur Verfügung. Veranstaltungsformate starten in Zeiten der Corona-Pandemie zunächst online.

„Mit diesem Angebot wollen wir Prävention durch Information erreichen und den Menschen helfen, die in der aktuellen Lage besonders leiden. Ich freue mich sehr, dass wir in dieser Kooperation mit dem Klinikum Wahrendorff einen kompetenten Partner an unserer Seite haben“, begrüßt Hannovers Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski die Zusammenarbeit zwischen VHS und Klinikum.

„Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie treten in weiten Teilen der Bevölkerung Krisen-, Stress- und Angstsituationen auf“, fasst Prof. Dr. med. Marc Ziegenbein, Chefarzt und Ärztlicher Direktor am Klinikum Wahrendorff, zusammen. Seelische und körperliche Symptome lassen sich nicht einfach abstellen. Sie entziehen sich der bewussten Kontrolle. Betroffene fühlen sich vielfach ausgeliefert, hilf- und machtlos – weit entfernt von der eigentlich erwünschten Lebensführung und stärkenden Ressourcen. „Die Folgen der Pandemie und der Shutdowns werden die Menschen in aller Unsicherheit und zum Teil mit hoher Existenzangst noch lange begleiten“, ist sich Prof. Dr. Ziegenbein sicher.

Auftakt mit Vortrag zur Corona-Pandemie
Auftakt in der Kooperation bildet der kostenfreie Online-Vortrag von Prof. Dr. med. Marc Ziegenbein „Corona-Pandemie: Jenseits der Normalität“ am Dienstag, 24. November 2020, von 18 bis 20.15 Uhr. Und darum geht es: Unsere Gesellschaft spaltet sich gerade sehr deutlich auf. Einige Menschen kehren mit viel Zuversicht in den Alltag zurück, andere wiederum machen sehr vorsichtig und zögerlich die nötigsten Schritte. Was aber alle eint, ist die schwebende Ungewissheit jenseits der „bekannten Normalität“. Erfahrungen zeigen Muster auf: Solange Menschen in einer Krise mit deren Bewältigung und dem Aushalten beschäftigt sind, funktionieren sie. Wenn wieder eine gewisse Normalität herrscht, dann kommt der Zusammenbruch. Studien belegen diese Erfahrungen. Prof. Dr. Ziegenbein erwartet, dass in den nächsten drei bis sechs Monaten mit einer verstärkten Zunahme von Depressionen zu rechnen ist, oft auch vergesellschaftet mit Ängsten. Die sind häufig Teil der Depressionen. Auch Alkohol wird in Krisensituationen und wegfallenden Strukturen häufig schleichend mehr getrunken. Wie aber kann man am besten mit den Sorgen, Ängsten und dem Stress umgehen? Prof. Dr. Ziegenbein gibt Tipps für Situationen in seelischer Not.

Anmeldungen sind direkt bei der VHS möglich, per E-Mail an
Kompetentsein.vhs@hannover-stadt.de oder telefonisch unter 0511 168 43918.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.vhs-hannover.de, www.wahrendorff.de und im Online-Magazin: www.wahre-seele.de


Die Ada-und Theodor-Lessing-Volkshoschschule Hannover ist die öffentliche Wei-terbildungseinrichtung der Landeshauptstadt Hannover.
Wir definieren unsere Arbeit aus der humanistischen Tradition der Aufklärung und der in-haltlichen, sozialen sowie regionalen Erreichbarkeit unserer Bildungsangebote und verste-hen in diesem Sinne unseren öffentlichen Bildungsauftrag.
Zugleich wissen wir uns der Tradition Theodor und Ada Lessings verpflichtet, die mit der Gründung der Volkshochschule 1919 deren Arbeit unter den Leitgedanken stellten: "Wissen ist Macht, Wissen macht frei, Bildung ist Schönheit".

Das Klinikum Wahrendorff ist das Fachkrankenhaus für die Seele und eine große Einrichtung der Eingliederungshilfe.
Der Stammsitz liegt zwölf Kilometer östlich der Landeshauptstadt Hannover in Sehnde mit den beiden Standorten Ilten und Köthenwald. Mit der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle betreibt das Klinikum Wahrendorff ein zweites Krankenhaus. Die Kliniken bieten ambulante, teilstationäre und vollstationäre Versorgung in der Akutpsychiatrie, Psychoso-matischen Medizin und Psychotherapie. Die Eingliederungshilfe ermöglicht Wohn- und Le-bensperspektiven für Menschen mit seelischen, geistigen und/oder Mehrfachbehinderun-gen in Hannover und der Region. Das Gesamtklinikum verfügt über 683 Betten und Plätze. In den differenzierten Heimbereichen finden an die 1.100 Bewohner eine individuelle und fachlich anspruchsvolle Versorgung. Das Klinikum Wahrendorff ist mit 1.400 Mitarbeiten-den einer der größten regionalen Arbeitgeber und mit über 100 Ausbildungsplätzen einer der wesentlichen Ausbildungsbetriebe in der Region.

Verantwortlich: Petra Perleberg (pp)
Erstellt: 30.10.2020
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