Klinikum Wahrendorff erweitert das Ausbildungsangebot
Hauswirtschaft schafft eine gesundheitsfördernde Lebenswelt


Alla Wittbold leitet den Bereich Hauswirtschaft im Klinikum Wahrendorff. Transparenz und eine gute Teamarbeit liegen ihr sehr am Herzen.Klinikum Wahrendorff_Maciej_Michalczyk

Sehnde/Ilten, 16. März 2020
Am 21. März 2020 ist Welttag der Hauswirtschaft. „Für uns in diesem Jahr ein ganz besonderer Tag“, freut sich Alla Wittbold, Hauswirtschaftsmeisterin und Leitung des Bereiches Hauswirtschaft für den Heimbereich im Klinikum Wahrendorff. „Denn wir sind nun erstmalig anerkannte Ausbildungsstätte für den Ausbildungsberuf Hauswirtschafter / Hauswirtschafterin. Zum 01. August 2020 bieten wir zwei Ausbildungsplätze an. Einer dieser Plätze ist bereits von einem jungen Mann belegt. Für den zweiten Platz nehmen wir noch Bewerbungen entgegen.“

Die International Federation for Home Economics (IFHE) stellt den Welthauswirtschaftstag 2020 unter das Motto "Menschen ein Zuhause geben", um zu verdeutlichen, dass Hauswirtschaft die Grundlage bildet, damit Menschen ein Zuhause haben und sich zuhause fühlen können. Im Heimbereich des Klinikum Wahrendorff finden Menschen mit seelischen und geistigen Behinderungen vielfältige Wohn- und Betreuungsangebote. Das Angebot umfasst die Betreuung in geschützten Abteilungen, offenen Wohnbereichen, kleineren Außenwohngruppen und Wohnwelten, die gezielt auf den Auszug vorbereiten. Arbeit und Kreativität geben dem Tag Struktur und fördern Schritt für Schritt die Selbstständigkeit. Denn viele Heimbewohner haben den Wunsch, irgendwann wieder in eine eigene Wohnung zu ziehen.

„Dabei geht es immer auch um Gesundheit und Wohlergehen“, fasst Alla Wittbold eines der Nachhaltigkeitsziele des Aktionstages zusammen: „Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.“ In einer Publikation der Deutschen Sektion der International Federation for Home Economics (IFHE) wird dies konkretisiert: Qualitätsvolle Hauswirtschaft trägt dazu bei, Wohlbefinden in das Leben von Menschen zu bringen. Ein geschmackvolles Essen, ein sauberes Zimmer, frisch gewaschene Wäsche und ein schönes Ambiente in der Wohnumgebung befriedigen Bedarfe und Bedürfnisse bei gesunden Menschen und bei Menschen mit Behinderungen. Damit Menschen gesund sind oder werden, müssen sie sich wohlfühlen und mit allen Sinnen genießen können. Die Gestaltung des Alltags mit dem Ziel, dem Tag eine Struktur zu geben, ist ebenfalls ein wichtiger Beitrag.

Wer als Hauswirtschafter oder Hauswirtschafterin im Klinikum Wahrendorff arbeitet, benötigt Verständnis für den einzelnen Menschen und kann so einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen befähigt werden, wieder ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben in einer eigenen Wohnung zu führen.

„Wir bieten auch gerne ein Praktikum an oder die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres“, ermutigt Alla Wittbold interessierte Bewerber. Die schulische Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der Anna-Siemsen-Schule in Hannover und den Berufsbildenden Schulen Burgdorf.


Mehr Informationen: www.wahrendorff.de

Das Klinikum Wahrendorff ist das Fachkrankenhaus für die Seele und eine große Einrichtung der Eingliederungshilfe.
Der Stammsitz liegt zwölf Kilometer östlich der Landeshauptstadt Hannover in Sehnde mit den beiden Standorten Ilten und Köthenwald. Mit der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle betreibt das Klinikum Wahrendorff ein zweites Krankenhaus. Die Kliniken bieten ambulante, teilstationäre und vollstationäre Versorgung in der Akutpsychiatrie, Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie. Die Eingliederungshilfe ermöglicht Wohn- und Lebensperspektiven für Menschen mit seelischen, geistigen und/oder Mehrfachbehinderungen in Hannover und der Region. Das Gesamtklinikum verfügt über 683 Betten und Plätze. In den differenzierten Heimbereichen finden an die 1.100 Bewohner eine individuelle und fachlich anspruchsvolle Versorgung. Das Klinikum Wahrendorff ist mit 1.400 Mitarbeitenden einer der größten regionalen Arbeitgeber und mit über 100 Ausbildungsplätzen einer der wesentlichen Ausbildungsbetriebe in der Region.

Verantwortlich: Petra Perleberg (pp)
Erstellt: 16.03.2020
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