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   Rubrik: Polizeiberichte
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Region Hannover/Neustadt, OT Mardorf: Mordfall "Annette Peus" - Kripo hat Akten nicht zugeschlagen

red. Sieben Jahre sind seit dem Sexualmord an der damals 15-jährigen Schülerin Annette Peus vergangen. Die Leiche des aus Neustadt, OT Mardorf stammenden Mädchens wurde drei Wochen nach ihrem Verschwinden am 27. September 1996 in einem Maisfeld in der Nähe ihres Wohnortes aufgefunden. Ihren Mörder konnte die Kripo trotz intensiver Ermittlungen bis heute nicht ausfindig machen.
„Der Fall ist jedoch nicht zu den Akten gelegt“, berichtet Matthias Sohnemann, Leiter des Fachkommissariats 1 beim Zentralen Kriminaldienst in Garbsen. Beim ZKD wurde bereits im Februar 2003 eine neue Mordkommission (MoKo) eingerichtet, die sich erneut mit dem Mord an Annette Peus befasst. In enger Zusammenarbeit mit den Spezialisten von LKA und BKA wurde eine operative Fallanalyse hierzu erarbeitet, die neue Ermittlungsansätze hervorbrachte. Zusätzlich steht den Ermittlern ein so genannter genetischer Fingerabdruck, DNA-Material vom Täter, zur Verfügung. Hier setzt die MoKo jetzt im November mit der Abnahme von Speichelproben bei Männern an, die zum damaligen Zeitpunkt auch zum Umfeld des Mordopfers gehörten. Zum Beispiel handelt es sich um Väter und Brüder ehemaliger Mitschüler und Mitschülerinnen, oder auch Bekannte aus der damaligen Jazz-Dance-Gruppe, in der Annette Peus aktiv war. Für diese Speichelproben kommen Männer in Frage, die zum Zeitpunkt des Mordes bereits 18 Jahre oder älter waren. Die betreffenden Männer wurden angeschrieben, sie sollen jetzt auf freiwilliger Basis eine Speichelprobe bei der Polizei abgeben. Es handelt sich um Unverdächtige, betont die MOKO Peus. Dies wurde den Personen auch so in einem Begleitschreiben der Kripo mitgeteilt. Die Maßnahme dient in erster Linie dazu, einen bestimmten Personenkreis möglicherweise aus dem Opferumfeld als Täter ausschließen zu können. Sohnemann ist sicher, dass die angeschrieben Personen der Aufforderung nachkommen werden, um den Ermittlern bei der Aufklärung des schrecklichen Falles zu helfen.

Operative Fallanalyse (nach Auskunft LKA)

Die Operative Fallanalyse "OFA" ist der Oberbegriff der kriminalistisch-kriminologischen und sozialwissenschaftlichen Methoden für die Aufklärung von schwerwiegenden Straftaten wie Tötungs- und Sexualdelikte.
Hierbei wird die einzelne Tat unter Einsatz aller bekannter Methoden auf der Basis von objektiven Fall-, Täter- und Opferdaten untersucht und klassifiziert.
Die OFA unternimmt den Versuch, über Rekonstruktion und Interpretation eines Verbrechens und des Verhaltens eines meist unbekannten Täters, Hypothesen über Hintergründe der Tat mit dem Ziel aufzustellen, polizeilich relevante Informationen zu erhalten.
Liegen dazu genug Fakten vor, kann ein hypothetisches Täterprofil erstellt werden. Hierbei wird auf Grund von Rückschlüssen in Bezug auf das festgestellte Täterverhalten versucht, ein Bild von einem Täter zu zeichnen, das ihn von anderen Verdächtigen unterscheidet. Dadurch können Ermittlungen effizienter gestaltet werden.
Hierbei sei anzumerken, dass die Täterprofilerstellung im Vergleich zu einer Tathergangsanalyse den weichsten Teil der Fallanalyse darstellt und hier nur Wahrscheinlichkeitsaussagen getroffen werden können.

doris, 07.11.2003

Letzte Aktualisierung: 4.3.2009

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