CeBIT 2008
Das Handy als Dolmetscher (red). Eine Weltneuheit will der Sprachtechnologie-Experte Linguatec auf der CeBIT 2008 in Hannover präsentieren: Shoot & Translate, die erste Übersetzungssoftware für Handys und Smartphones, die sich die ei^^ngebaute Kamera und den Internetzugang moderner Mobiltelefone zunutze macht. Das Prinzip ist so einfach wie überzeugend – Foto vom Text schießen, versenden und übersetzen lassen. Das Handy als unverzichtbares Gerät wird so zu einem Dolmetscher, der immer dabei ist. Shoot & Translate liest auf Knopfdruck mittels optischer Spracherkennung (OCR) Texte auf dem Foto und sendet sie anschließend zur Übersetzung an Linguatec. Die bewährte Übersetzungstechnologie Personal Translator der Münchener Firma soll umgehend Ergebnisse liefern, die man sich sogar vorlesen lassen kann. Wer also gern vorher gewusst hätte, dass es sich bei der lokalen Spezialität „criadillas de toro“ auf der Speisekarte um gebratene Stierhoden handelt, sollte künftig zu Shoot & Translate greifen.
www.linguatec.de Halle 3, Stand E55
Fernsehen aus der Steckdose (red). TV-Programme via Satelliten-Antenne zu empfangen und in jedem Raum des Hauses fernzusehen, ist bisher wegen der dafür erforderlichen Coax-Anschlüsse und Verstärker ziemlich schwierig. Wie sich der allgegenwärtige Fernsehempfang ganz einfach realisieren lässt, zeigt devolo mit dLAN TV Sat auf der CeBIT 2008 in Hannover. Mit der Neuentwicklung kommt das Fernsehprogramm künftig aus der Steckdose. Genauer gesagt, kann mit dem dLAN TV Sat über die hausinterne Stromleitung eine einfache Verteilung eines DVB-S-Fernsehsignals in SDTV/HDTV-Qualität erfolgen – ohne Coax-Kabel verlegen zu müssen. dLAN TV Sat verfügt über einen integrierten dLAN 200 AV-Adapter, der das DVB-S-Fernsehsignal in das Stromnetz einspeist. Das Fernsehprogramm kann mit einem weiteren dLAN 200 AV-Adapter über jede Steckdose empfangen und auf einem PC dargestellt werden.
www.devolo.de Halle 13, Stand C30
Öko-Toner für Farblaserdrucker feiert auf der CeBIT Premiere (red). Saubere Sache! Jetzt gibt es Öko-Toner für Farblaserdrucker – mit Zertifikat. Die Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA) hat das Produkt der Firma TBS Printware als „LGA-schadstoffarm“ ausgezeichnet. Das Label prangt auf Tonern, die für unterschiedliche Hewlett-Packard-Druckermodelle verfügbar sind. Der Clou: Die Werte gesundheitsschädlicher Substanzen wie Benzol, Styrol und Schwermetalle, die im Verdacht stehen, Krebs zu erregen, liegen laut Unternehmen bei den TBS-Produkten deutlich unter den einzuhaltenden Grenzwerten. Schon 2003 hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Zeesener Unternehmens das Öko-Siegel bekommen – für Schwarztoner. Jetzt sind auch die Farbtoner ausgezeichnet!
www.tbs-printware.com Halle 23, Stand B38
Mit Gedanken schreiben (red). Am Messe-Freitag (7. März) können Besucher der CeBIT 2008 Technik der Zukunft am eigenen Leib, oder besser gesagt mit dem eigenen Kopf, ausprobieren. Denn auf dem Stand von g.tec kann jeder mit seinen Gedanken schreiben. Möglich wird dies durch die Erfassung der Hirnströme, die an einen Computer weitergeleitet werden. So mit dem Rechner verkabelt, muss der Schreiber nur an ein bestimmtes Wort denken – und nach ein paar Probeläufen erscheint es fehlerlos auf dem Bildschirm. Das noch in der Entwicklung befindliche System soll eines Tages Menschen mit Handicap helfen, allein zu leben. Dann soll es mit der Kraft der Gedanken nicht nur schreiben, sondern auch Schalter und vieles andere bedienen können.
www.gtec.at Halle 8, Stand B34
Blick in die Zukunft – Software weiß, wohin Sie schauen (red). Sie schauen zuerst auf die Bilder? Oder sind Sie der Typ, der von dicken Schlagzeilen angezogen wird? Welche Blickrichtung Sie auch immer einschlagen, der Webdienst „Good Gaze“ weiß ganz genau, wo Sie im Internet zuerst hinschauen. Die Technologie, die vom Institut für Kognitionswissenschaften/Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück erstmalig auf der CeBIT 2008 in Hannover vorgestellt wird, sagt die Blickrichtung des Rezipienten bei der Nutzung von Internetseiten voraus. Auf Basis einer Reihe neurowissenschaftlicher Studien wurden komplexe Gehirnprozesse analysiert, die diese Vorhersagegenauigkeit bewirken. Innerhalb weniger Sekunden werden so die aufmerksamkeitsstärksten und -schwächsten Bereiche einer Webseite, Werbeanzeigen oder Benutzeroberfläche bestimmt und die Analyse-Ergebnisse liegen sofort vor.
www.goodgaze.com Halle 9, Stand B22
Kippen statt klicken – hier kommt die Super-Maus (red). Tasten weg, Rad ab – so zeigt sich die neue Computermaus des Unternehmens Genius aus Taiwan zum ersten Mal auf der CeBIT 2008 in Hannover. Das Scrollrad ist durch einen Touchsensor ersetzt, der die Streichelbewegungen der Finger abtastet. Auch die zwei Klicktasten sind weg. Der Nutzer muss für einen Rechtsklick die Maus seitlich anheben, für einen Linksklick zur anderen Seite. „Float to Click Design“ nennt der Hersteller seine Technik-Innovation. Für alle, die nicht ganz aufs Klicken verzichten wollen, bringt die Minimaus zwei Sondertasten in der Mitte der Oberschale mit, die allerdings nur für Vista-Anwender Spaß bringen. Per Knopfdruck lassen sich Flip 3D oder die Internetsuche Smart IE Search aktivieren.
www.genius-europe.com Halle 23, Stand E76
Wähle 115 auf dem Telefon (red). Jeder, der schon mal versucht hat, in dem für ihn zuständigen Rathaus das passende Amt telefonisch zu erreichen, kennt das Problem: Die Zentrale ist ständig besetzt und falls der Bürger doch endlich Anschluss bekommt und weiterverbunden wird, landet er schnell im Behördendschungel. Die Lösung für dieses Problem könnte die bundesweite Behörden-Auskunft unter der Rufnummer 115 sein. Wie sich dieses Service-Wunder realisieren ließe, präsentieren Forscher der Universität Duisburg-Essen mit „AmtDirekt“ auf der CeBIT 2008. Die Neuentwicklung setzt bei der Lösung des Problems auf OpenSource-Technologien. Dadurch lässt sich „AmtDirekt“ schnell und mit geringem Aufwand einrichten, in nahezu alle gängigen Anwendungen und Systemlandschaften integrieren und kostengünstig betreiben. Die Fülle der Informationen, die verarbeitet und bereitgestellt werden müssen, bekommt „AmtDirekt“ mit einem speziell für die standardisierte Beschreibung kommunaler Dienstleistungen entwickelten Modell in den Griff. Dabei kommen neben Verfahren wie Web-Services auch konzeptuelle Formalisierungen von Wissensbereichen, so genannte Ontologien, zum Einsatz. Diese erlauben es, auch komplexe Informationen anwendergerecht zu strukturieren und standardisiert bereitzustellen.
Universität Duisburg-Essen FB Wirtschaftswissenschaften, Fachgebiet BLI bli.icb.uni-due.de Halle 9, Stand C16
Daten und Programme hinter Schloss und USB-Riegel (red). USB-Riegel oder USB-Sticks werden immer beliebter. Dass diese nicht nur Daten im eingebauten Speicher, sondern auch auf dem Computer schützen können, zeigt die Karlsruher Firma Wibu-Systems auf der CeBIT 2008 in Hannover. Denn nur mit dem neuen USB-Hardware Cm-Stick/M lassen sich auf einem PC gespeicherte Programme oder Dokumente nutzen, die mit der Verschlüsselungstechnologie Codemeter geschützt sind. Der Stick wird wie ein Schlüssel in die USB-Buchse gesteckt, um den Zugang zu ermöglichen. Der kompakte Datenbeschützer lässt seine Unnachgiebigkeit durch ein robustes Vollmetallgehäuse erkennen, das je nach Modell bis zu acht Gigabyte SLC-Flash-Memory vom Speicher-Spezialisten Samsung aufnimmt. Damit die Daten zügig zwischen PC und Stick unterwegs sind, ist er für Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von mehr als 20 MB/s ausgelegt. Mit diesen und weiteren Ausstattungsmerkmalen soll der neue Cm-Stick/M auch den hohen Anforderungen im Industriebereich gewachsen sein. Wer seine Internet- oder Intranetseiten vor unerlaubtem Zutritt zuverlässiger als mit Benutzername und Kennwort schützen will, sollte sich die Innovation Codemeter Identity einmal näher ansehen. Wibu-Systems zeigt auf der CeBIT 2008 eine handfeste Web-Authentifizierung.
www.wibu.de Halle 6, Stand K46
Lebensrettung für beschädigte Festplatten (red). Festplatten sind sensible Wesen. Ein harter Schlag oder ein Sturz reichen manchmal schon – und sie geben die auf ihnen gespeicherten Daten nicht mehr preis. Rettung bringt TrekStor in Form seines (laut eigenen Angaben) weltweit einmaligen Datenrettungs-Service mit zur CeBIT 2008. Funktionsweise der Lebensrettung für Festplatten: Beim Kauf einer neuen entsprechend gekennzeichneten TrekStor DataStation maxi m.ub ist der Rettungsservice bis zu zwölf Monate inklusive, wenn sich der Käufer entsprechend registriert. Im Notfall gibt der User dann zunächst online eine ausführliche Fehlerbeschreibung an. Anschließend schickt er die Festplatte in das TrekStor-Labor. Dort nehmen sich Experten der beschädigten Platte an und starten individuelle Wiederbelebungsversuche. In den meisten Fällen können sie der beschädigten Festplatte noch so manchen Datensatz entlocken. Bei versehentlich gelöschten Daten strecken allerdings auch die Rettungsprofis die Waffen.
www.trekstor.de Halle 18, Stand A01
Verräterische Teekannen (red). Zugangscodes, Firewalls und vieles mehr sollen unsere Rechner vor Datendiebstahl schützen. Doch schon eine achtlos auf dem Schreibtisch abgestellte Teekanne, kann diese Sicherheitsvorkehrungen aushebeln. Wie das funktioniert, zeigen Forscher der Universität des Saarlandes auf der CeBIT 2008. Die Informatiker fanden heraus, dass sich die Daten eines LCD-Bildschirms auch auf gekrümmten Oberflächen wie Teekannen oder Tassen gut widerspiegeln. Diese verzerrten Spiegelbilder können auch über größere Entfernungen von Teleskopen erfasst, fotografiert und mit entsprechender Software entzerrt werden. Die besten Ergebnisse erhielten die Wissenschaftler von den Brillengläsern der PC-Nutzer und von einer Teekanne, die auf dem Schreibtisch neben dem Bildschirm stand.
www.uni-saarland.de Halle 9, Stand B35 (Sonderpräsentation Saarland Forschungsstand)
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