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DGB holt noch einmal den Zug der Erinnerung / Projekt erinnert an Deportationen / Spenden erbeten
Zug der Erinnerung läuft erneut im Lehrter Bahnhof ein / Termin: 13. und 14. November


(Bild: privat)

Der "Zug der Erinnerung", der im Januar des letzten Jahres in Lehrte von ca. 3000 Interessierten besucht wurde, ist überarbeitet worden und kommt am 13. November auf Initiative des DGB erneut für zwei Tage nach Lehrte.

Ein sinnvolles Projekt nennt der örtlich DGB Vorsitzende, Reinhard Nold den „Zug der Erinnerung“. Dieser Zug besteht aus mehreren Wagons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen durch das Nazi-Regime in beispielhaften Biographien nacherzählt wird. Über Tausende Kilometer verschleppten die SS, das Reichsverkehrsministerium und die Deutsche Reichsbahn mehr als eine Millionen Kinder und Jugendliche. Die Fotos der Opfer und ihre letzten Briefe, die sie aus den Reichsbahnwaggons warfen, stehen für das Los von Millionen Menschen.

Überall wo der Zug hinkommt, herrscht großer Besucherandrang. Schüler und Erwachsene sind von der Anschaulichkeit der Ausstellung angetan. „Dies Projekt aus der Kombination von Zug, Ausstellung und Spurensuche ist die beste Prävention gegen Rechtsextremismus“, sagt der Pädagoge und Vorsitzende des Lehrter Präventionsrates, Jürgen Witzmann, zu dem Zug der Erinnerung.

Um dieses Vorhaben für Lehrte sowie ein entsprechendes Begleitprogramm zu organisieren und zu realisieren hat der DGB den Präventionsrat der Stadt Lehrte, den Ausländerarbeitskreis, die Volkshochschule, das Antikriegshaus Sievershausen, das Andere Kino und weitere Gruppen als Unterstützer gewinnen können.

Parallel zum Ausstellungszug plant die Arbeitsgruppe zeitnahe sowie langfristig begleitende Veranstaltungen. Zeitnah: - Mi,11.11. Situation der Zwangsarbeiter in Lehrte, Besetzung des Gewerkschaftshauses in Lehrte, - Fr. 13.11 und Sa.14.11. Spielzeugland (Kurzfilm), - Mi. 25.11 Zug des Lebens (Film). Langfristig: - Zwangsarbeiterprojekt Hauptschule / Realschule, - Theaterstück der Realschule, - Aufführung Jugendtheater im 2. Schulhalbjahr, alle Klassen 9, - Spiel „Anne Frank“ für Klassen und Gruppen nach Anmeldung im Antikriegshaus, - Projekt „Stolpersteine,- ab Mo, 16.11. Ausstellung “Niedersachsen im 2. Weltkrieg“ je eine Woche in jeder Lehrter SEKundarstufenschule.

Insbesondere Schulklassen und Jugendgruppen sollen die Angebote des Zuges und des Rahmenprogrammes nutzen, um sich zu informieren, um zu recherchieren und um zu diskutieren. Damit die Initiatoren besser planen können, ist eine Anmeldung für Gruppen unter Tel: 05132/52497 oder per E-Mail: DGB-Lehrte@web.de gewünscht.

Für den „Zug der Erinnerung“ wird kein Eintritt erhoben. Aber er kostet viel Geld, rund 8500€, mit dem Rahmenprogramm, für den zweitägigen Halt in Lehrte. Für den Zug selbst fallen 4000€ pro Tag an. Für Lehrte muss der DGB mit seinen Unterstützern, laut Nold 4500€ für das gesamte Projekt aufbringen. Die übrigen 4000€ werden von der Bürgerinitiativ „Zug der Erinnerung“ eingebracht.

Um das Projekt zu finanzieren bitten die Initiatoren dringend Firmen, Vereine und Privatpersonen um große und kleine Zuwendungen. Die Projektorganisation liegt beim DGB Lehrte, der auch Ansprechpartner für Zuwendungen ist. Zusagen für Spenden können unter der E-Mail: dgb-lehrte@web.de oder telefonisch unter 05132/589401 abgegeben werden.

Wer mehr über den Zug wissen möchte, kann sich im Internet unter www.zug-der-erinnerung.eu informieren.

Verantwortlich: rn | Erstellt: 30.09.2009 | 1497 mal gelesen.

Verweise

PDF-Dokument: Klicken Sie hier für weitereInformationen
Homepage: http://www.dgb-lehrte.de.ms

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